HMDS startet Aktion Rettungsgasse

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HMDS startet Aktion Rettungsgasse

Als IT-Dienstleister sind wir täglich auf Deutschlands Autobahnen unterweges. Daher ist die Problematik Rettungsgasse für uns
ein präsentes Thema. Wir wollten dafür etwas tun.

Alle Fahrzeuge mit Heckaufschrift beklebt

Vielen Autofahrern ist die Wichtigkeit der Rettungsgasse oft nicht bewusst. Und oftmals fehlt auch einfach das Wissen, wie eine Rettungsgasse
richtig gebildet wird.
Auch unsere Mitarbeiter im Außendienst stehen regelmäßig im Stau. Dabei entstand die Idee für unsere Aktion.

Alle unsere 8 Servicefahrzeuge wurden mit einer Heckaufschrift versehen. Auf dieser wird mit einer Skizze erklärt, wie eine Rettungsgasse richtig gebildet wird.
Wenn nun einer unserer Mitarbeiter künftig im Stau steht, werden nachfolgende Fahrzeuge daran erinnert eine Rettungsgasse zu bilden.

Die Aktion wurde auch von den lokalen Medien für gut empfunden und mit einem Beitrag im lokalen Radio sowie der
nordhessischen Tageszeitung HNA bedacht:

Kasseler Firma erklärt Rettungsgasse auf ihren Firmenwagen

Kassel. Rettungsgassen retten Leben. Dennoch vergessen Autofahrer immer wieder, die Gasse zu bilden, wenn sie im Stau stehen. Eine Kasseler Firma möchte dagegen etwas tun.

Rettungsgassen sind wichtig, denn ohne sie kommen Notarzt und Rettungskräfte möglicherweise nicht rechtzeitig zum Unfallort. In der Vergangenheit haben sich immer wieder Dramen abgespielt, sei es, weil Autofahrer einfach nicht wussten, wie die lebensrettende Gasse gebildet wird, sei es, weil sie es vergessen haben oder weil Gaffer den Weg versperrten, um Fotos und Videos vom Unfallgeschehen zu machen.

Auch das Kasseler Unternehmen Human Medical Data Service hat bereits Erfahrungen zu dem Thema gesammelt. Um auf das Problem aufmerksam zu machen, entschieden sich die Mitarbeiter jetzt für einen ungewöhnlichen Weg: Sie druckten kurzerhand die Aufschrift: „Bei Stau sofort Rettungsgasse bilden“ zusammen mit einer Skizze, wie es funktioniert, auf ihre acht Firmenfahrzeuge.

Viele wissen nicht, wie Rettungsgasse gebildet wird

„Unsere Fahrer sind täglich im Außendienst unterwegs. Sie beobachten immer wieder rücksichtslose Autofahrer, die keinen Platz für Rettungsfahrzeuge freilassen“, sagt Patrick Erler, Leiter Innendienst des Kasseler Unternehmens. Zudem höre man in den Medien immer wieder, dass Krankenwagen oder Polizei zu spät zum Unfallort kämen, weil andere Verkehrsteilnehmer keinen Platz machen würden.

„Viele wissen nicht, wie und wann sie eine Rettungsgasse bilden müssen“, glaubt er. Hinweisschilder an den Autobahnen seien da keine Hilfe. „Daher haben wir uns entschlossen, eine Skizze mit aufzudrucken, um es anschaulicher zu gestalten“, erklärt Erler, der in seiner Freizeit selbst ehrenamtlich beim Deutschen Roten Kreuz tätig ist. Das Bekleben der Heckscheiben in einer Werkstatt habe 500 Euro gekostet.

Rettungsgassen werden sogar missbraucht

Einigen Autofahrern müsse man manchmal ins Gewissen reden, betont Erler. Teilweise würden Rettungsgassen sogar missbraucht: „Es gibt Leute, die fahren durch die Gasse, weil sie denken, dadurch schneller im Stau voranzukommen“.

Viele Autofahrer machten sich zudem erst dann Gedanken, wenn die Rettungsfahrzeuge bereits hinter ihrer eigenen Stoßstange stünden. „Man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass es jeden von uns selbst treffen könnte, und dann wäre man sicher dankbar für schnelle Hilfe“, sagt er.

So funktioniert die Rettungsgasse

Die Rettungsgasse wird gebildet, sobald der Verkehr auf Autobahnen oder Schnellstraßen ins Stocken gerät, auch dann, wenn Rettungskräfte noch nicht in der Nähe und/oder zu sehen sind. Bei zweispurigen Straßen fährt man auf der linken Spur so weit wie möglich an den linken Straßenrand und auf der rechten Spur so weit wie möglich an den rechten. Bei drei oder mehr Spuren gilt: Auf der linken Spur fährt man so weit wie möglich nach links und auf der Spur rechts daneben so weit wie möglich nach rechts.

Zum Artikel der HNA vom 20.02.2018: Klicken Sie hier

 

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